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U81 Rodungsarbeiten - das hässliche Gesicht der Stadt

Die Stadt Düsseldorf hat die Baustelleneinrichtungsfläche für den Bau der U81 Hochbrücke gerodet – und dabei ihr hässliches Gesicht gezeigt.

Obwohl bereits am 04.10.2019 beim Oberverwaltungsgericht eine Anfechtungsklage nebst Eilantrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung gegen den Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung eingereicht wurde und damit der Bau der Hochbrücke juristisch offen ist, hat die Stadt wenige Wochen später Anfang November 2019 mit den Fällarbeiten begonnen.

Unbeeindruckt von der Demonstration am 21.11.2019 hat die Stadt die Rodungsarbeiten fortgesetzt und nun einen Zustand hinterlassen, der die Anwohner heute bereits in eine unhaltbare Belastungssituation gebracht hat – womöglich völlig umsonst, wenn nämlich die endgültige Entscheidung gegen die Hochbrücke ausfällt.

Dass die Stadt Düsseldorf gegen alle Proteste und trotz aller Bemühungen der Anwohner, sich juristisch gegen die monströse Brücke zu wehren, innerhalb kürzester Zeit Fakten schafft, ist Ausdruck von Unmäßigkeit, Rücksichtslosigkeit und Kaltschnäuzigkeit. Die Stadt zeigt schlicht und einfach ihr hässliches Gesicht, indem sie ihren Anwohnern Wohnverhältnisse zumutet, die weder ästhetisch, geschweige denn unter Lärmschutz-Gesichtspunkten hinnehmbar sind.

Das beigefügte Bildmaterial gibt einige Impressionen vom Zustand vor der Rodung (hier clicken) sowie von der ungeheuerlichen Situation nach den Fällarbeiten (hier cklicken), mit der die Anwohner nun umgehen müssen. Einige Videos untermauern das Ausmaß des Skandals (Video 1, Video 2, Video 3, Video 4).

Für den 26.03.2020 ruft der Heimat- und Bürgerverein zu einer Demonstration vor dem Rathaus auf (nähere Informationen hier), um die Ratsmitglieder ein weiteres Mal darauf hinzuweisen, dass sie gewählt werden, um gefasste Beschlüsse umzusetzen. Hätten sie das getan, wäre die 2011 beschlossene Tunnellösung (mit 85%iger Förderfähigkeit durch Bund und Land) schon längst in Realisation und eine vernünftige, zukunftsweisende und die Bürgerinnen und Bürger entlastende Investition in den ÖPNV im Düsseldorfer Norden unter Dach und Fach.

Text: Harald Schmidt
Fotos und Videos: privat

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